Taufsprüche: die schönsten Bibelverse zur Taufe
Jesus begann sein öffentliches Wirken mit seiner Taufe im Jordan, und bevor er zum Vater zurückkehrte, sandte er seine Jünger, alle Völker zu Jüngern zu machen und zu taufen. Im Neuen Testament gehört die Taufe zu Umkehr, Glauben und neuem Leben: Wer getauft wird, gehört Christus und hat Anteil an seinem Tod und seiner Auferstehung.
Christen taufen auf unterschiedliche Weise. Viele Kirchen taufen die Kinder gläubiger Eltern, andere taufen diejenigen, die ihren Glauben selbst bekennen können; manche taufen durch Untertauchen, andere durch Übergießen. Die folgenden Verse passen zur Kindertaufe ebenso wie zur Taufe eines Erwachsenen.
Die ersten beiden Abschnitte zeigen, was die Bibel über die Taufe sagt. Der letzte sammelt kurze Taufsprüche für Taufkarte, Taufkerze oder Taufurkunde. Der Bibeltext steht hier in der Lutherübersetzung von 1912; viele Familien wählen den Taufspruch in einer neueren Übersetzung.
Die Taufe Jesu und sein Auftrag
Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf über ihm. Und er sah den Geist Gottes gleich als eine Taube herabfahren und über ihn kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.
Mt 3:16–17 · Luther 1912
Jesus brauchte keine Reinigung von Sünde, doch er erniedrigte sich und ließ sich taufen, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen (Matthäus 3:15). Bei seiner Taufe spricht der Vater, der Geist kommt herab, und der Sohn steht im Wasser.
Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,
Mt 28:19 · Luther 1912
Der letzte Auftrag Jesu an seine Jünger. „Lehren“ heißt hier „zu Jüngern machen“, und getauft wird auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, das heißt in die Zugehörigkeit zum dreieinigen Gott hinein.
Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes.
Apg 2:38 · Luther 1912
So antwortete Petrus am Pfingsttag Menschen, die fragten, was sie tun sollten. Sie sollten Buße tun und sich offen zu Jesus als dem Messias bekennen, indem sie sich auf seinen Namen taufen ließen.
Was die Taufe bedeutet
Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.
Röm 6:3–4 · Luther 1912
Carl Heinrich Rieger fasst den Gedanken des Paulus so zusammen: Kraft der in der Taufe gestifteten Gemeinschaft mit Christus sind wir der Sünde gestorben und wandeln in einem neuen Leben. Wie Christus von den Toten auferweckt wurde, so beginnen die Seinen ein neues Leben.
Denn wieviel euer auf Christum getauft sind, die haben Christum angezogen.
Gal 3:27 · Luther 1912
Paulus nennt Christus das Gewand, das die Glaubenden anziehen. Adolf Schlatter erklärt das Bild aus der Taufe selbst: Wer ins Wasser stieg, legte sein Gewand ab, und wer getauft heraufstieg, kleidete sich neu. Das wahre neue Taufgewand ist Christus.
indem ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe; in welchem ihr auch seid auferstanden durch den Glauben, den Gott wirkt, welcher ihn auferweckt hat von den Toten.
Kol 2:12 · Luther 1912
Hier ist die Taufe ein Begrabenwerden des alten Lebens und ein Auferstehen mit Christus. Paulus fügt hinzu, dass dies durch den Glauben an die Kraft Gottes geschieht, der Christus von den Toten auferweckt hat.
welches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes bedeutet ist, nicht das Abtun des Unflats am Fleisch, sondern der Bund eines guten Gewissens mit Gott durch die Auferstehung Jesu Christi,
1. Petr 3:21 · Luther 1912
Petrus vergleicht die Taufe mit Noahs Rettung durch die Flut. Er fügt sofort hinzu, dass nicht das Abwaschen von Schmutz rettet, sondern ein gutes Gewissen, das sich Gott zuwendet, durch die Auferstehung Jesu Christi.
Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2. Kor 5:17 · Luther 1912
Der Vers spricht nicht direkt von der Taufe, wird aber oft als Taufspruch gewählt, weil er das neue Leben beschreibt. „Neu“ bedeutet hier nicht aufgefrischt, sondern von Grund auf anders.
Kurze Taufsprüche für Karte und Taufkerze
Diese Verse werden oft als Taufspruch gewählt: für Taufkarte, Taufkerze, Taufurkunde oder die erste Kinderbibel.
Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
Jes 43:1 · Luther 1912
Gott sagte diese Worte zuerst zu Israel, das er geschaffen und erlöst hatte. Bei der Taufe, wenn der Name eines Menschen genannt wird, erinnert die Zusage daran, dass Gott jeden der Seinen beim Namen kennt.
Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
Ps 91:11 · Luther 1912
Einer der beliebtesten Taufsprüche. Carl Heinrich Rieger nennt den Psalm eine Aufmunterung zum Vertrauen auf Gott in allem: Er befiehlt seinen Engeln, die Seinen auf allen ihren Wegen zu behüten.
Siehe, ich habe dir geboten, daß du getrost und freudig seist. Laß dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.
Jos 1:9 · Luther 1912
Gott sprach diese Worte zu Josua vor einer großen Aufgabe. Sie passen zu einem Kind wie zu einem Erwachsenen am Anfang eines Lebens mit Gott: Wohin der Weg auch führt, der Herr geht mit.
Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
4. Mo 6:24–26 · Luther 1912
Der priesterliche Segen, den Gott selbst Aaron gegeben hat. Matthew Henry nennt ihn die Summe aller Segnungen: Gottes Schutz, seine Gnade wie das Licht seines Angesichts und sein Friede.
Aber Jesus sprach: Lasset die Kindlein und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Himmelreich.
Mt 19:14 · Luther 1912
Eltern wählen diesen Vers oft für die Taufe oder Segnung eines Kindes. Auch hier urteilen Ausleger verschieden: Albert Barnes sah darin einen Grund, Kinder in der Taufe Gott anzuvertrauen, während John Gill meinte, dass Jesu Schweigen über die Kindertaufe an dieser Stelle nicht für sie spricht. Einig sind beide darin, dass Jesus die Kinder aufnahm und segnete.
Auf welchen Tag Sie sich auch vorbereiten: Mögen diese Worte daran erinnern, dass Sie in Christus gekannt, geliebt und neu gemacht sind.