Bibelverse für Kinder

Die Bibel hat Kindern viel zu sagen, und sie sagt viel über Kinder. Jesus nahm die Kleinen auf, als andere sie wegschicken wollten, und Mose trug den Eltern auf, über Gottes Worte zu reden – zu Hause und unterwegs, beim Schlafengehen und beim Aufstehen. Ein Vers, den man als Kind lernt, kann einen ein Leben lang begleiten.

Die kurzen Erklärungen unten sind so geschrieben, dass Sie sie Ihren Kindern vorlesen können. Sie folgen dem, was bekannte Ausleger wie Adolf Schlatter, William MacDonald und John MacArthur zu diesen Versen schreiben, nur in einfachen Worten.

Sie müssen nicht alles auf einmal lernen. Nehmen Sie einen Vers pro Woche, lesen Sie ihn beim Frühstück oder vor dem Schlafengehen und reden Sie gemeinsam darüber. Die letzten beiden Verse sind für Sie als Eltern.

Gott hat dich gemacht und hat dich lieb

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

1. Mo 1:1 · Luther 1912

Bevor es irgendetwas gab, war Gott schon da. Er hat den Himmel gemacht, die Sterne, das Meer und die ganze Erde. Alles, was wir sehen, zeigt, wie groß und stark er ist. Und derselbe Gott, der das alles gemacht hat, hat auch dich gemacht.

Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.

Ps 23:1 · Luther 1912

Ein Hirte kümmert sich um seine Schafe. Er sucht ihnen Gras und Wasser und beschützt sie vor wilden Tieren. David war als Junge selbst ein Hirte, und er wusste: Genauso kümmert sich Gott um ihn. William MacDonald zählt diesen Psalm zu den beliebtesten Gedichten überhaupt. Gott ist auch dein Hirte.

Aber Jesus sprach: Lasset die Kindlein und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Himmelreich.

Mt 19:14 · Luther 1912

Eines Tages brachten Eltern ihre kleinen Kinder zu Jesus, damit er sie segnet. Die Jünger fanden, dass die Kinder stören, und wollten sie wegschicken. Aber Jesus wollte, dass die Kinder zu ihm kommen. Adolf Schlatter schreibt dazu: „Nicht die Kinder sind ihrer Schwachheit wegen, sondern die Jünger sind ihrer Stärke wegen für das Reich Gottes nicht geschickt.“

Mit Gott groß werden

Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

Lk 2:52 · Luther 1912

Auch Jesus war einmal ein Junge. Schlatter erklärt, dass er innen und außen wuchs: Er wurde klüger und größer, kam Gott immer näher, und die Menschen hatten ihn gern. So kannst auch du wachsen.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Ps 119:105 · Luther 1912

Stell dir vor, du gehst mit einer Taschenlampe einen dunklen Weg entlang. Das Licht zeigt dir, wohin du treten kannst, damit du nicht stolperst. John MacArthur erklärt, dass Gottes Wort genau so ein Licht ist: Es zeigt uns den richtigen Weg.

Gedenke an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe denn die bösen Tage kommen und die Jahre herzutreten, da du wirst sagen: Sie gefallen mir nicht;

Pred 12:1 · Luther 1912

Du musst nicht warten, bis du groß bist, um Gott lieb zu haben. MacDonald sagt, dass dieser Vers junge Menschen daran erinnert, schon in ihrer Jugend an ihren Schöpfer zu denken, nicht erst im Alter.

Niemand verachte deine Jugend; sondern sei ein Vorbild den Gläubigen im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der Keuschheit.

1. Tim 4:12 · Luther 1912

Timotheus war ein junger Leiter in der Gemeinde, jünger als viele, denen er half. Paulus sagte ihm, er solle sich wegen seines Alters keine Sorgen machen, sondern ein gutes Vorbild sein. Auch Kinder können Vorbilder sein: wie sie reden, wie sie andere lieb haben und wie sie Gott vertrauen.

Freundlich und mutig sein

Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem HERRN, denn das ist billig.

Eph 6:1 · Luther 1912

Gott bittet Kinder, ihren Eltern zu gehorchen, weil das richtig ist und ihn freut. Schlatter erklärt: Wenn du auf Mama und Papa hörst, gehorchst du damit auch Gott, der sie dir gegeben hat, damit sie für dich sorgen.

Und wie ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, also tut ihnen gleich auch ihr.

Lk 6:31 · Luther 1912

Das nennt man manchmal die Goldene Regel. Überleg einmal, wie du gern behandelt werden möchtest: freundlich, fair und geduldig. Genauso sollst du die anderen behandeln. Schlatter sagt, dass dieses Wort unser selbstsüchtiges Denken durchschneidet, das immer nur bekommen und nicht geben will.

Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht an seine Gestalt noch seine große Person; ich habe ihn verworfen. Denn es geht nicht, wie ein Mensch sieht: ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.

1. Sam 16:7 · Luther 1912

Gott schickte den Propheten Samuel los, um unter den Söhnen Isais einen neuen König auszuwählen. Samuel dachte, der größte und stärkste müsse es sein, aber Gott wählte David, den jüngsten. Matthew Henry sagt: Menschen sehen, wie wir aussehen, aber Gott weiß, wie wir wirklich sind – innen drin.

Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten! Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen!

Ps 27:1 · Luther 1912

Jeder hat manchmal Angst: im Dunkeln, bei Gewitter oder am ersten Tag in einer neuen Schule. MacArthur erklärt, dass Licht in der Bibel für Rettung und alles Gute steht und Dunkelheit für das Böse. Wenn du Angst hast, denk daran, dass Gott bei dir ist, und sprich mit ihm.

Für Eltern

Wie man einen Knaben gewöhnt, so läßt er nicht davon, wenn er alt wird.

Spr 22:6 · Luther 1912

MacArthur schreibt, dass frühe Erziehung zur lebenslangen Gewohnheit wird; darum sollen Eltern ihre Kinder liebevoll Gottes Wort lehren. Das hebräische Wort für erziehen kann auch einweihen bedeuten: Ein Kind wird früh in den Weg des Lebens eingeführt.

Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst oder aufstehst,

5. Mo 6:6–7 · Luther 1912

MacArthur betont, dass diese Worte zuerst im Herzen der Eltern selbst sein sollen: Gehorsam ist keine äußere Form, sondern eine Antwort des Herzens. Matthew Henry nennt das häufige Wiederholen vor den Kindern ein Mittel, den Glauben im Haus lebendig zu halten. Der beste Ort dafür ist das ganz gewöhnliche Familienleben.

Nach und nach können diese Verse zu einem Schatz werden, den Ihre Kinder mit ins Leben nehmen.