Bibelverse für Frauen
Die Bibel ist voller Frauen, die Gott vertraut haben: Rut, die ihre Heimat für den Gott Israels verließ; Ester, die ihr Leben für ihr Volk wagte; Maria, die der Botschaft des Engels glaubte; und die Frauen, die Jesus folgten, ihn mit ihrem Besitz unterstützten und als Erste erfuhren, dass er auferstanden ist.
Manche der folgenden Verse sind über Frauen geschrieben, wie das Gedicht am Ende der Sprüche. Andere sind Verheißungen für alle Gläubigen, an denen sich Frauen seit jeher in schweren Zeiten festhalten. Zusammen zeigen sie, dass Gott Frauen sieht, wertschätzt und stärkt und dass wahre Schönheit und Kraft aus der Ehrfurcht vor dem Herrn kommen.
Diese Verse kann man zur Ermutigung lesen, einer Mutter, Freundin oder Tochter in eine Karte schreiben oder an einem schweren Tag beten.
Kraft und Würde
Wem ein tugendsam Weib beschert ist, die ist viel edler denn die köstlichsten Perlen.
Spr 31:10 · Luther 1912
Das Ende der Sprüche ist ein Gedicht, in dem jeder Vers mit dem nächsten Buchstaben des hebräischen Alphabets beginnt. John MacArthur erklärt, dass es eine solche Frau wirklich gibt, auch wenn sie schwer zu finden ist; tugendsam heißt hier: vortrefflich in ihrem Wesen und in ihren Taten.
Kraft und Schöne sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages. Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist holdselige Lehre.
Spr 31:25–26 · Luther 1912
MacArthur erklärt, dass Kraft und Würde den Charakter einer Frau beschreiben, die den Herrn fürchtet: Die Weisheit, mit der sie bekleidet ist, gibt ihr Zuversicht für die Zukunft und ihre unerwarteten Prüfungen.
Lieblich und schön sein ist nichts; ein Weib, das den HERRN fürchtet, soll man loben.
Spr 31:30 · Luther 1912
Anmut und Schönheit vergehen, aber die Ehrfurcht vor Gott bleibt. MacArthur bemerkt, dass das Buch der Sprüche so endet, wie es begonnen hat: mit der Furcht des Herrn.
Ihr Schmuck soll nicht auswendig sein mit Haarflechten und Goldumhängen oder Kleideranlegen, sondern der verborgene Mensch des Herzens unverrückt mit sanftem und stillem Geiste; das ist köstlich vor Gott.
1. Petr 3:3–4 · Luther 1912
Petrus schreibt an christliche Ehefrauen, von denen manche ungläubige Männer hatten. Adolf Schlatter erklärt, dass Petrus der Frau einen neuen Schmuck zeigt, den sie nicht nur äußerlich anlegt, sondern innerlich trägt: ein Leben, das in der Furcht Gottes denkt und handelt.
Gottes Fürsorge und Kraft
( Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen.
Ps 46:6 · Luther 1912
Viele Frauen halten sich an diesem Vers fest, doch zuerst spricht er von der Stadt Gottes, Jerusalem, in deren Mitte der Herr wohnte. MacArthur erklärt, dass wegen Gottes Gegenwart weder Völker noch Naturgewalten sein Volk mehr bedrohen. Jeder, der zu Gott gehört, kann daraus Mut schöpfen: Er ist nahe und hilft zur rechten Zeit.
Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte; er wird die Lämmer in seine Arme sammeln und in seinem Busen tragen und die Schafmütter führen.
Jes 40:11 · Luther 1912
Jesaja zeichnet Gott als Hirten, der die Lämmer an seinem Herzen trägt und die Mutterschafe behutsam führt. MacArthur bemerkt, dass derselbe starke Arm, der Gericht übt, seine Herde zärtlich weidet. Ein Trost für jede müde Mutter.
Frauen des Glaubens
Ruth antwortete: Rede mir nicht ein, daß ich dich verlassen sollte und von dir umkehren. Wo du hin gehst, da will ich auch hin gehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.
Rut 1:16 · Luther 1912
Rut, eine verwitwete Moabiterin, wollte ihre Schwiegermutter Noomi nicht verlassen. MacArthur erklärt, dass diese Worte zeigen: Rut hatte sich von den Götzen abgewandt und vertraute dem Gott Israels. Matthew Henry stellt ihr Orpa gegenüber, die Noomi liebte, aber nicht genug, um Moab zu verlassen.
denn wo du wirst zu dieser Zeit schweigen, so wird eine Hilfe und Errettung von einem andern Ort her den Juden entstehen, und du und deines Vaters Haus werdet umkommen. Und wer weiß, ob du nicht um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gekommen bist?
Est 4:14 · Luther 1912
Mordechai drängte Königin Ester, beim König für ihr Volk einzutreten. MacArthur sieht darin einen festen Glauben an Gottes Macht, sein Volk zu bewahren. Jeder von uns darf fragen, wozu Gott ihn an seinen Platz gestellt hat.
Und o selig bist du, die du geglaubt hast! denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem HERRN.
Lk 1:45 · Luther 1912
Diese Worte sagte Elisabeth zu Maria, die sie besuchte. Maria ist selig, weil sie dem geglaubt hat, was der Engel ihr sagte, und weil Gottes Verheißung sich gewiss erfüllt. William MacDonald bemerkt, dass in Elisabeths Herz kein Neid war, nur Freude.
Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe; eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.
Lk 10:41–42 · Luther 1912
Marta war mit einem großen Essen für Jesus beschäftigt, während ihre Schwester Maria zu seinen Füßen saß und zuhörte. MacDonald schreibt, dass Jesus Martas Geschäftigkeit sanft tadelte. Dienen ist gut, aber das Hören auf ihn kommt zuerst.
Und es begab sich darnach, daß er reiste durch Städte und Märkte und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die Zwölf mit ihm, dazu etliche Weiber, die er gesund hatte gemacht von den bösen Geistern und Krankheiten, nämlich Maria, die da Magdalena heißt, von welcher waren sieben Teufel ausgefahren, und Johanna, das Weib Chusas, des Pflegers des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm Handreichung taten von ihrer Habe.
Lk 8:1–3 · Luther 1912
Nur Lukas erwähnt diese Frauen, die mit Jesus und den Zwölf umherzogen und sie mit ihrem Besitz versorgten. Schlatter sieht darin ein Vorbild der späteren Gemeinde und schreibt: „Schon im Jüngerkreis Jesu war die Erniedrigung der Frau durchbrochen.“
Maria Magdalena kommt und verkündigt den Jüngern: Ich habe den HERRN gesehen, und solches hat er zu mir gesagt.
Joh 20:18 · Luther 1912
Maria aus Magdala sah als Erste den auferstandenen Herrn, und er sandte sie zu den Jüngern. Schlatter bemerkt, dass Johannes durch sie das erste Osterzeugnis empfing. MacDonald sieht in diesem Vorrecht einen Lohn für ihre Hingabe an Christus.
und wenn ich mich erinnere des ungefärbten Glaubens in dir, welcher zuvor gewohnt hat in deiner Großmutter Lois und deiner Mutter Eunike; ich bin aber gewiß, auch in dir.
2. Tim 1:5 · Luther 1912
Paulus erinnert an den ungeheuchelten Glauben von Timotheus’ Großmutter Lois und seiner Mutter Eunike. MacArthur bemerkt, dass Paulus sie wohl persönlich kannte und dass sie die Schrift so gut kannten, dass sie bereit waren, Jesus als den Messias anzunehmen. Ihr Glaube zu Hause prägte einen Mann, der Gott lange diente.
In welcher Lebensphase Sie auch sind: Diese Verse erinnern daran, dass Gott Sie beim Namen kennt und denen Kraft gibt, die ihm vertrauen.