Bibelverse über die Auferstehung

Die Auferstehung Jesu ist der Wendepunkt der ganzen biblischen Geschichte. Am dritten Tag nach der Kreuzigung war das Grab leer, und der auferstandene Herr erschien seinen Jüngern. Alles, was die Apostel danach verkündigten, ruhte auf diesem Ereignis.

Die Schrift spricht von der Auferstehung nicht als von einem Symbol oder einem schönen Gedanken. Sie ist wirklich geschehen, wurde schon im Alten Testament angekündigt und von vielen Zeugen bestätigt. Paulus schreibt sogar: Wäre Christus nicht auferstanden, wäre der christliche Glaube leer. Weil er aber auferstanden ist, ist der Tod für alle, die zu ihm gehören, nicht mehr das Ende.

Die folgenden Verse erzählen vom leeren Grab, vom neuen Leben, das die Auferstehung schon jetzt schenkt, und von der Hoffnung für die Zukunft. Die Ereignisse vor Ostern beschreibt Was ist die Karwoche?

Er ist auferstanden

Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und sehet die Stätte, da der HERR gelegen hat.

Mt 28:6 · Luther 1912

Der Engel sagte das zu den Frauen, die früh am ersten Tag der Woche zum Grab kamen. MacDonald bemerkt, dass der Stein nicht weggerollt wurde, um den Herrn herauszulassen, sondern damit die Frauen sahen: Er war schon auferstanden, wie er gesagt hatte.

Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, was ich auch empfangen habe: daß Christus gestorben sei für unsre Sünden nach der Schrift, und daß er begraben sei, und daß er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift,

1. Kor 15:3–4 · Luther 1912

Paulus erinnert die Korinther an das, was er ihnen als Wichtigstes weitergegeben hat. Nach Rieger legt der Apostel in diesem Kapitel die Gewissheit der Auferstehung Christi als Hauptgrund zugrunde. MacDonald nennt als erste Hauptlehre dieser Botschaft: Christus starb für unsere Sünden nach der Schrift.

Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.

1. Kor 15:14 · Luther 1912

Einige in Korinth bestritten die Auferstehung der Toten. Paulus antwortet: Dann ist auch Christus nicht auferstanden, und Verkündigung wie Glaube sind leer. MacDonald erklärt, die Predigt wäre leer, weil der Herr selbst seine Auferstehung am dritten Tag zugesagt hatte. Für Matthew Henry ist dies das Fundament, auf dem alles Weitere in diesem Kapitel ruht.

Neues Leben schon jetzt

So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.

Röm 6:4 · Luther 1912

Die Taufe bildet ab, mit Christus begraben zu werden und mit ihm aufzustehen. MacDonald erklärt, dass die Wassertaufe die Taufe in Christus sichtbar macht: Der Glaubende taucht in die dunklen Wasser des Todes und steht auf, um in einem neuen Leben zu wandeln. Schlatter nennt dieses Kapitel den Weg „Los von der Sünde“.

Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesum, daß er der HERR sei, und glaubst in deinem Herzen, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig.

Röm 10:9 · Luther 1912

Rettender Glaube schließt ein, zu glauben, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat. MacDonald betont, dass man auch die Menschwerdung annehmen muss: Das Kind in der Krippe von Bethlehem ist der Herr der Herrlichkeit. John MacArthur ergänzt, dass es nicht um bloßes Zugeben geht, denn das tun sogar die Dämonen (Jakobus 2:19), sondern um tiefe persönliche Überzeugung.

Gelobet sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten,

1. Petr 1:3 · Luther 1912

Petrus lobt Gott, der den Glaubenden eine neue Geburt geschenkt hat. Schlatter weist darauf hin, dass Petrus wie in Israel üblich mit dem Lobpreis beginnt und der Gemeinde die Herrlichkeit der Gabe zeigt: Ihr ist ein neuer Anfang des Lebens beschert. Die Hoffnung ist lebendig, weil sie auf einem lebenden Retter ruht.

Die Hoffnung der Auferstehung

Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubet, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?

Joh 11:25–26 · Luther 1912

Diese Worte sprach Jesus zu Marta, bevor er ihren Bruder Lazarus auferweckte. Nach MacDonald sagt er ihr gleichsam: Ich habe die Macht der Auferstehung in meiner Hand und kann Lazarus sofort auferwecken. Schlatter beschreibt, wie sich Jesus an Lazarus als das Leben offenbart.

Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen. Sintemal durch einen Menschen der Tod und durch einen Menschen die Auferstehung der Toten kommt. Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden.

1. Kor 15:20–22 · Luther 1912

Erstlinge nannte man die erste Garbe der Ernte, die Gott dargebracht wurde (3. Mose 23:10). Nach MacDonald wird die Spannung im Kapitel aufgelöst, als Paulus triumphierend feststellt, dass Christus auferweckt wurde. Der Tod kam durch Adam, das Leben kommt durch Christus zu allen, die in ihm sind.

Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern HERRN Jesus Christus!

1. Kor 15:55–57 · Luther 1912

Paulus greift Worte der Propheten auf (Jesaja 25:8, Hosea 13:14). MacDonald hört darin fast ein Spottlied der Glaubenden auf den Tod, dem der Stachel genommen ist. Rieger verbindet diese Worte mit der Verwandlung, die denen widerfährt, die der letzte Tag lebendig antrifft.

Denn so wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind, durch Jesum mit ihm führen.

1. Thess 4:14 · Luther 1912

Die Christen in Thessalonich trauerten um verstorbene Glaubende. Henry schreibt, dass nicht jede Trauer verboten ist, wohl aber eine ohne Hoffnung. MacDonald erinnert, dass die Hoffnung der Glaubenden auf Christi Auferstehung gründet: So gewiss Jesus starb und auferstand, so gewiss werden die in ihm Entschlafenen auferstehen.

und der Lebendige; ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel der Hölle und des Todes.

Offb 1:18 · Luther 1912

Der auferstandene Christus sagte dies zu Johannes, der ihm vor Angst zu Füßen gefallen war. MacDonald weist darauf hin, dass der Lebendige, der tot war, die Schlüssel des Todes und des Totenreichs hat und allein die Toten auferwecken kann.

Weil Jesus lebt, können alle, die ihm vertrauen, selbst dem Tod mit Hoffnung begegnen.