Was ist die Taufe und warum sollte man sich taufen lassen?
Die Taufe ist die Waschung mit Wasser auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, die Jesus seinen Nachfolgern aufgetragen hat. Sie zeigt das Sterben und Auferstehen mit Christus; über ihre genaue Bedeutung und über die Frage, wer getauft wird, denken Christen verschieden.
Die Taufe gehört zu den beiden Handlungen, die die meisten Christen neben dem Abendmahl feiern. Ein Mensch wird mit Wasser gewaschen, indem er darin untergetaucht oder mit Wasser übergossen wird, und dabei wird der Name des dreieinigen Gottes ausgesprochen. Die Kirchen sind sich einig, dass dies wichtig ist, verstehen manches aber unterschiedlich.
Jesus hat die Taufe aufgetragen
Bevor Jesus in den Himmel zurückkehrte, gab er seinen Jüngern ihren Auftrag:
Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,
Mt 28:19 · Luther 1912
Matthew Henry nennt die Taufe ein äußeres Zeichen der inneren Reinigung, die der Geist im Glaubenden bewirkt. William MacDonald weist darauf hin, dass das Wort „Name“ in der Einzahl steht: ein Name, aber drei Personen. Mit der Taufe bekennt ein Christ öffentlich, dass Gott sein Vater ist, Jesus sein Herr und Retter und der Heilige Geist in ihm wohnt. Die Neue Genfer Studienbibel fügt hinzu, dass die Getauften in den neuen Bund eintreten, den die drei Personen mit ihnen schließen.
Beachten Sie die Reihenfolge: Zuerst werden Menschen zu Jüngern, dann werden sie getauft und gelehrt, alles zu halten, was Jesus geboten hat. So handelten auch die ersten Christen: Menschen hörten die gute Nachricht, glaubten und ließen sich taufen (Apostelgeschichte 8:36–38).
Was die Taufe abbildet
Paulus zeigt an der Taufe, was mit einem Menschen geschieht, der zu Christus gehört:
Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.
Röm 6:3–4 · Luther 1912
Das Untertauchen im Wasser bildet das Begräbnis mit Christus ab, das Auftauchen die Auferstehung mit ihm zu einem neuen Leben. MacDonald schreibt, der Täufling wohne gewissermaßen dem Begräbnis seines alten Ichs bei. Carl Heinrich Rieger sieht in diesem Abschnitt die Kraft der Taufe, der Sünde abzusterben und über sie zu herrschen. John MacArthur versteht die Taufe auf Christus an dieser Stelle als die geistliche Verbindung mit ihm, die geschieht, wenn jemand Christus vertraut; die Wassertaufe sei ihr Bild.
Paulus sagt auch:
Denn wieviel euer auf Christum getauft sind, die haben Christum angezogen.
Gal 3:27 · Luther 1912
MacDonald vergleicht das mit einem Soldaten, der seine Uniform anzieht, um zu zeigen, zu welchem Heer er gehört: Die Taufe ist das öffentliche Bekenntnis, dass ein Mensch zu Christus gehört.